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Medienmitteilung

Medienmitteilung vom 29. Juni 2007: Kritische Prüfung der EU-Sicherheitsregelung gefordert

Kritische Prüfung der EU-Sicherheitsregelung gefordert

Die Kosten der nach dem vereitelten Terroranschlag in London vom Sommer 2006 hastig eingeführten Beschränkungen von Flüssigkeiten im Handgepäck sind hoch, der Nutzen dagegen ist umstritten. SIAA wünscht sich deshalb eine kritische Prüfung des Nutzens dieser Regelung.

Im Nachgang zum vereitelten Terroranschlag in London, bei dem angeblich flüssiger Sprengstoff zum Einsatz hätte kommen sollen, wurde die Menge der bei Flugreisen im Handgepäck erlaubten Flüssigkeit stark eingeschränkt. Seit Einführung dieser Massnahmen im November 2006 fallen an den Schweizer Flughäfen mit internationalem Verkehr täglich knapp zwei Tonnen zusätzlicher Abfall an. Dabei handelt es sich zum Teil um hochwertige Parfüms, Spirituosen und Lebensmittel, die vernichtet werden müssen.

Die vielfach vorgeschlagene Weitergabe dieser Güter an karitative Organisationen ist aus haftungs- und zollrechtlichen Gründen nicht möglich. Die eingesammelten Waren müssen von den Flughafenbetreibern teuer vernichtet werden.

Die von der Aufsichtsbehörde mit sehr kurzer Frist verfügte Einführung der EUSicherheitsregelung hat für die Flughafenbetreiber monatliche Betriebskosten in der Höhe von zwei Millionen Franken zur Folge. Während in vielen anderen europäischen Ländern die Sicherheit an Flughäfen zu den hoheitlichen Aufgaben gehört, beteiligt sich in der Schweiz der Staat nicht an den durch seine Verordnungen entstehenden Kosten für Sicherheit an Flughäfen.

Der Nutzen der mit der EU-Sicherheitsregelung auch in der Schweiz eingeführten Beschränkungen von Flüssigkeiten im Handgepäck ist zumindest umstritten, der organisatorische Aufwand und die damit verbundenen Kosten dagegen sind ausserordentlich hoch. SIAA fordert deshalb vom Bund, sich bei der Europäischen Kommission für eine kritische Prüfung des Nutzens der bestehenden Regelung einzusetzen.

Für Auskünfte wenden Sie sich bitte an Robert Deillon (Vice-President SIAA und Directeur Général de l'Aéroport International de Genève): +41 22 717 71 11

Medienmitteilung vom 29. Juni 2007: Kritische Prüfung der EU-Sicherheitsregelung gefordert